Erste Eindrücke von Haifa

Bei 30 Grad und strahlendem Sonnenschein war mein erster Stop in Haifa der Strand. Ich konnte doch nicht aus dem kalten Deutschland ankommen und mich direkt in die Arbeit stürzen. Bevor ich also den Weg zur Universität antrat, entspannte ich ein wenig, aß etwas, um dann weiter zu fahren. Ein Taxifahrer wollte mich überreden, anstatt des Busses seine Dienste in Anspruch zu nehmen, 60 Schekel wollte er dafür, ca. 14 Euro. Ich begann mit ihm zu diskutieren, 20 Schekel würde ich zahlen. Er lachte. 20 Schekel? Das sei ja nichts. Aber der Bus sei billiger, das wusste ich. 50 Schekel war sein letztes Angebot. Ich bedankte mich und wartete eine Stunde auf den Bus, für den ich nur ein Zehntel dieses Preises bezahlen musste.

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Am Mittelmeer in Haifa

Die Universität Haifa befindet sich auf dem Berg Karmel, ein ganz schönes Stück Busfahrt von dem Bahnhof entfernt. Zunächst stieg ich falsch aus, weil ich irgendwo ein hebräisches Wort mit “Universität” zu übersetzen wusste. Es war dann doch nur eine Privatschule und ich wartete auf den nächsten Bus. Schließlich kam ich an auf dem Campus und fragte mich herum, bis mir ein freundlicher Student den Weg zum Wohnheim zeigte. Dort wohne ich nun in etwas bescheidenen Verhältnissen mit arabischen und jüdischen Israelis sowie einer Horde von US-Amerikanern zusammen. Ein paar Deutsche sind auch dabei. In jeder Ecke wird eine andere Sprache gesprochen, hier Arabisch, dann wieder Hebräisch, ansonsten natürlich immer Englisch, gerne mal Französisch oder auch Spanisch. Ein schwäbisches Wort ist mir auch schon von den Lippen gegangen.

Multikulturell und friedlich ist es auf dem Campus, obwohl man die angespannte Sicherheitslage natürlich bemerkt. Es gibt an allen Eingängen Wächter und nun wird das Personal nochmal aufgestockt. Bis auf weiteres soll Haifa nicht verlassen werden, der Wochenendtrip nach Jerusalem wurde verschoben. Dennoch fühle ich mich in Haifa sehr wohl und sicher, und ich hoffe, dass das so bleibt. Die Uni hat begonnen, die ersten Sprachkurse laufen und ich freue mich auf alle weiteren Herausforderungen. Möglicherweise werde ich auch in einer sozialen Einrichtung volontieren, doch dazu dann ein anderes Mal. Bis dahin verbleibe ich mit einem herzlichen “Go in Peace”!

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Hebräisch, Englisch, Arabisch: Geh’ in Frieden

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